Beim Stilpiraten

Da stand ich nun. Buchholz in der Nordheide. Am Ziel eines langen Traumes. Einmal beim Stilpiraten im Heidestudio zu Gast sein. Einmal sehen und erleben, was man bisher nur aus unzähligen Blogposts, Interviews und Erzählungen kannte. Ich glaube 2012 ging es los mit dem Traum, einmal die Masterclass vom Stilpiraten zu besuchen. Und nun stehe ich am Bahnhof in Buchholz in der Nordheide. Dezember 2017. Es ist kalt. Es liegt Schnee. Morgendämmerung. Ein Provinzörtchen, wie so viele in Deutschland. Irgendwie surreal.

Eine Busverbindung bringt mich durch den langgezogenen Ort zum Niedersachsenweg. Zum Heidestudio. Ich denke, ich war schon einmal hier. War ich aber nicht. Kopfkino. Ich klingle und dann steht er plötzlich da. Der Stilpirat. Eine sehr herzliche Begrüßung hilft, dem Surrealen etwas Reales zu verleihen. Ankommen im Heidestudio. Die anderen Teilnehmer treffen auch ein. Ina, Marc, Michael und Jakob. Es kann also losgehen.

Wir starten mit einem leckeren und üppigen Frühstück und lernen uns alle kennen. Wer fotografiert was und wie lange schon? Was hat jeder für Ziele und was will er fotografisch erreichen?

Danach geht es los mit dem ersten Slot. Thema: Wahrnehmungsprozesse und Bildsprache. Wie nimmt unsere präferierte Zielgruppe überhaupt Bilder wahr? Wie wirken Bilder? Was sollten unsere Vergleichsbilder sein und wie kommen wir überhaupt zu Vergleichsbildern? Wie schafft man emotionale Verbindungen? Was sind die Stilmittel anderer Fotografen? Mein Fazit: Sei ein Pirat und kombiniere die verschieden Stile zu etwas Neuem, etwas Eigenem. Sei ein Stilpirat! Spannend, erhellend und faszinierend. Surreal.

Am Nachmittag ist ein Shooting angesetzt. Business. Wie bereitet man ein Shooting vor? Wie kommuniziert man, wie entwickle ich eine Attributliste und wie setze ich Licht? Eine große Erfahrung!

Danach geht es um Foto-Reportagen. Wie baue ich eine Reportage auf und wie halte ich die Spannung dabei? Es werden Geschichten erzählt vom Scheitern und Wiederaufstehen, von Art-Direktoren und Presse-Chefs. Herrlich. Nach dem Abendessen geht es mit Gin und Wein an die Portfoliokritik. Ich zeige meine 10 besten Fotos. Die Kritik ist sehr wertvoll, regt zum Nachdenken an und öffnet mir die Augen. Dann geht der Tag zu Ende, aber die Gedanken spielen noch verrückt. Wie und wann soll ich das alles verarbeiten?

Der nächste Tag startet wieder mit einem tollen Frühstück. Danach das Thema Kommunikation. Wie schaffe ich es Gefühle zu transportieren? Verbal aber auch Non-verbal. Danach steht ein Business-Shooting an. Bertan kommt und ich glaube ihn aufgrund der unzähligen Fotos von ihm im Netz bereits zu kennen. Kopfkino. Ich plane das Shooting mit ihm. Zigarettenvertrieb, Managementebene. Dynamisch, cool und seriös soll es sein. Mein Vergleichsbild ist ein Bild von James Dean. Ich erstelle ein Moodboard. Meine Ergebnisse des Shootings seht ihr hier.

Nach dem Abendessen gibt es noch einen Slot der Mindclass. Scheitern ist wichtig und stets als Chance zu sehen. „Life is about saying yes“ und ich kenne nun die Geschichte dahinter. Mit diesem Gedankenkino gehen die zwei Tage zu Ende. Viel zu schnell. Herrlich kurzweilig.

Wir verabschieden uns in die Dunkelheit. Es schneit. Im Heidestudio brennt noch Licht. Ganz real.


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